PRESSE: Mit Chemikalien im Labor dank sempermed

Kaum hat sich Sabine Schulz von der Firma Hartmann Analytic GmbH in Braunschweig frische Einweghandschuhe angezogen und ihre Proben und Geräte um sich herum angeordnet, benötigt sie volle Konzentration: Pipette mit einem Rädchen auf die gewünschte Flüssigkeitsmenge justieren, neue Spitze drauf, Substanz ansaugen und in ein Reagenzglas füllen. Normaler Laboralltag für Frau Schulz. Die Chemielaborantin arbeitet mit verschiedenen radioaktiven Stoffen – mit P32 und P33 Phosphorsäure etwa oder radioaktiv markiertem Thymidin. Sie bereitet diese Substanzen für medizinische Einrichtungen in aller Welt vor, etwa für Untersuchungen der Schilddrüse. In vielen Labors rund um den Globus wird mit ähnlich gefährlichen Substanzen gearbeitet, die nötige Vorsicht und der richtige Schutz dürfen nicht zu kurz kommen.

„Unterschiedlichste Chemikalien machen die Arbeit im Labor zur Herausforderung. Dabei muss man sich auf den richtigen Schutz verlassen können. Aber worauf soll man bei der Auswahl des optimalen Handschuhs achten? Die Experten von Sempermed haben die Antwort.“ Jan Berndorff

Ob im Pharma- oder im Biotechlabor, bei der Herstellung von Industriechemikalien, Kosmetika oder Pflanzenschutzmitteln – unzählige verschiedene Chemikalien kommen zum Einsatz. Neben Schutzbrillen- und Laborkittelpflicht ist die Wahl des optimalen Handschutzes essenziell. Manche Substanzen greifen die Haut selbst an, manche gelangen über sie in die Blutbahn und schädigen Organe oder Nerven – manche, wie im Labor von Hartmann Analytic, können Krebs auslösen.

Dessen ist sich auch Frau Schulz bewusst: „Natürlich muss ich extrem aufpassen, um beim Pipettieren nichts zu verschütten oder mit den Substanzen in Kontakt zu kommen.“

Ohne gute Laborhandschuhe wäre diese Arbeit undenkbar: „Wir nutzen Handschuhe von Semperguard“, sagt Sabine Schulz. „Diese bieten effektiven Schutz vor den bei uns eingesetzten Chemikalien und sind dabei schön geschmeidig. Vor allem lassen sie einem die nötige Bewegungsfreiheit für präzises Arbeiten.“

Der beste Schutz beginnt bei der Auswahl des richtigen Handschuhs

Das Angebot an Schutzhandschuhen ist vielfältig, aber nicht jeder Handschuh ist für jeden Einsatzzweck geeignet. Die Voraussetzung für die Auswahl des richtigen Handschuhs ist die genaue Kenntnis aller möglichen Gefährdungen: jene, die sich direkt am Arbeitsplatz oder während des Arbeitsablaufes ergeben, und auch jene, die durch mögliche arbeitsbedingte Störungen auftreten. Zudem spielt bei der Arbeit mit Gefahrstoffen auch die zu erwartende Tragedauer eine wichtige Rolle. „Persönliche Schutzausrüstung – kurz PSA – unterliegt vielen Vorschriften gemäß der aktuellen PSA-Verordnung 2016/425, gültig seit April 2016, die die Richtlinie 89/686/EWG nach einem Übergangszeitraum von zwei Jahren im April 2018 ablösen wird. Dennoch ist jede PSA immer ein Kompromiss“, sagt Christian Ilsemann, Area Sales Manager Occupational Health and Retail der Sempermed.

Bei Laborhandschuhen bedeutet das vor allem: Einerseits müssen die Handschuhe möglichst dick sein, um eine gute Schutzwirkung gegen die eingesetzten Gefahrstoffe aufzuweisen; anderseits braucht der Verwender ein hohes Maß an Feinfühligkeit, um präzise arbeiten zu können. Dafür sollten die Handschuhe möglichst dünn sein – die Lösung ist der goldene Mittelweg.

Immer wichtiger wird dabei das verwendete Material: Der Unterschied zwischen dem natürlichen Latex und dem synthetischen Nitrilkautschuk ist groß: Naturlatex ist sehr elastisch und hat dadurch den Vorteil, komfortabel zu tragen zu sein. Hauptnachteil ist, dass Naturlatexproteine Allergien auslösen können. Durch neue Materialien gibt es jedoch bereits Alternativen: Innovative Nitril-Handschuhe werden immer weicher und weisen im Vergleich zu früheren Generationen verbesserte Trageeigenschaften auf. Zudem punkten sie auch mit im Allgemeinen höherer Chemikalienbeständigkeit als Naturlatex-Handschuhe.

Worauf muss bei der Verwendung von Einmalhandschuhen im Labor geachtet werden?

Der Handschuhplan gibt Auskunft über den für die Anwendung geeigneten Handschutz.

  • Vor und nach dem Tragen sowie beim Wechsel der Handschuhe Hände waschen und gut abtrocknen.
  • Den Handschuh vor Verwendung auf etwaige Risse und Löcher überprüfen.
  • Mit benutzten Handschuhen keine Lichtschalter, Telefonhörer, Schreibgeräte, Wasserhähne etc. anfassen, um eine unbemerkte Kontamination zu vermeiden.
  • Ziehen Sie Handschuhe so aus, dass es zu keinen Kontaminationen der Hände kommt.
  • Zusätzlichen Schutz für Handgelenk und Unterarm bieten Schutzhandschuhe mit verlängertem Schaft.
  • Permeationslisten geben Auskunft über Chemikalienbeständigkeit und Tragedauer des Handschuhs.
  • Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an den Hersteller, um Hilfe bei der Auswahl des geeigneten Handschuhs zu erhalten.

Umfangreicher Service und Vertrauen sind dabei nicht nur Semperit ein Anliegen. Die britische Vertriebspartnerin
Vicki Clare, geschäftsführende Gesellschafterin der Sentinel Laboratories Ltd in Lindfield/West Sussex, fügt
hinzu: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass unsere Kunden wissen: Sie zu schützen ist für uns ein persönliches Anliegen.“

Vertrauen schaffen auch bei höchsten Ansprüchen

Vertrauen zu schaffen heißt, mehr zu tun, als sich an Normen zu halten. Die aktuellen Verschärfungen der EU-Normen für PSA sind daher kein Problem für Semperit. An der Einhaltung der neuen Anforderungen wird schon jetzt mit Hochdruck gemeinsam mit den benannten Stellen und Normierungsinstituten gearbeitet. Unter anderem sollen die Chemikalientests anspruchsvoller und die Normen insgesamt präziser definiert werden: „Als Qualitätshersteller freuen wir uns über jede Verschärfung der Normen“, sagt Christian Ilsemann, „dadurch trennt sich die Spreu vom Weizen.“ Neben Wissen und Expertise rund um Handschuhe bietet Semperit auch eine breite Produktpalette – von anatomisch geformten Handschuhen wie dem Semperclean MC über steril verpackte Handschuhe bis hin zu latexfreien Alternativen für Personen mit Latexallergie. Ursprünglich für medizinische Anwendungen entwickelt, sind Operationshandschuhe von Sempermed aufgrund ihrer Kennzeichnung als Medizinprodukt und Persönliche Schutzausrüstung auch für Spezialanwendungen im Labor und Pharmabereich im Einsatz. „Ohne diese Doppelkennzeichnung wäre der Einsatz im Labor nicht möglich. Für den Anwender bedeutet dies noch mehr Flexibilität bei höchstem Schutz“, so Ilsemann. Für fast jede Anwendung und Anforderung findet sich im Portfolio der richtige Handschuh. „Besonders der Bereich Hautfreundlichkeit wird immer wichtiger. Betroffene Kunden wissen daher unsere hautfreundlichen Handschuhlösungen doppelt zu schätzen “, so der Area Sales Manager.

Hohe Ansprüche sind auch für die Mitarbeiter im Labor an der Tagesordnung. Denn Profis wie Sabine Schulz leisten mit ihrer Tätigkeit einen wichtigen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft. Nach getaner Arbeit beendet Frau Schulz dann ihren Tag, streift ihre Handschuhe vorsichtig ab und misst deren Radioaktivität, um sie im Falle einer Kontamination gesondert zu entsorgen.

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