Rollatoren im Dunkeln: Unsichtbare Gefahr im Alltag

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Rollatoren im Dunkeln: Unsichtbare Gefahr im Alltag

Warum fehlende Reflektoren Leben kosten könnenSchütz dich. Lieb dich. Die dunkle Jahreszeit erhöht jedes Jahr das Unfallrisiko. Besonders für[…]

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Warum fehlende Reflektoren Leben kosten können
Schütz dich. Lieb dich.

Die dunkle Jahreszeit erhöht jedes Jahr das Unfallrisiko. Besonders für Menschen, die einen Rollator nutzen. Ein Fall aus Stiftung Warentest (10/2025) zeigt tragisch, wie gefährlich schlechte Sichtbarkeit sein kann: Eine Person wurde beim Überqueren der Straße tödlich verletzt. Der Rollator war kaum sichtbar, da er keine Reflektoren hatte. Für Autofahrende wurde er erst zu spät erkennbar.

Ein Leser beschreibt es erschüttert:
„An fast allen Rollatoren sind keine Reflektoren angebracht.“
Ein Problem, das im Alltag oft unterschätzt wird. Mit potenziell fatalen Folgen.

Warum Rollatoren im Dunkeln unsichtbar werden

Rollatoren sind niedrig, häufig dunkel und besitzen selten eine aktive Beleuchtung. Ohne Reflektoren entsteht ein massives Sicherheitsrisiko.

Typische Gründe für schlechte Sichtbarkeit:

  • dunkle Rahmenfarbe mit kaum Lichtreflexion
  • fehlende oder zu wenige Reflexstreifen
  • schlechte Sichtverhältnisse durch Nebel, Regen oder Gegenlicht
  • geringe Höhe . Rollatoren werden im Straßenverkehr schneller übersehen

Sichtweiten im Vergleich:

  • Reflektoren können je nach Qualität aus bis zu ca. 140 bis 150 Metern sichtbar sein.
  • Ein unreflektierter Rollator wird häufig erst aus geschätzt 10 bis 25 Metern wahrgenommen.

Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h reichen 25 Meter in vielen Fällen nicht aus, um rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen.

Was Stiftung Warentest empfiehlt

Stiftung Warentest bestätigt. Alle geprüften Modelle hatten zwar Reflektoren, doch die Redaktion empfiehlt ausdrücklich, Rollatoren zusätzlich auszustatten. Vor allem, wenn man in der Dämmerung oder im Dunkeln unterwegs ist.

Zentrale Empfehlungen:

  • Rollator mit zusätzlichen Reflektoren ausrüsten
  • Front- und Rücklicht nachrüsten . idealerweise akkubetrieben
  • helle oder reflektierende Kleidung und Warnwesten tragen
  • bewusst auf Sichtbarkeit im Straßenverkehr achten

Damit wird klar. Die Grundausstattung vieler Rollatoren reicht im Herbst und Winter nicht aus, um wirklich gut sichtbar zu sein.

Sicher unterwegs: So machst du einen Rollator sichtbar

1. Zusätzliche Reflektoren montieren

Selbstklebende Reflexstreifen oder Reflektor-Clips lassen sich einfach anbringen und erhöhen die Sichtbarkeit sofort.

Geeignete Stellen:

  • Rahmen
  • Seitenteile
  • Korb
  • Griffe

2. Vorder- und Rücklicht anbringen

Akkubetriebene Rollator- oder Fahrradleuchten sind leicht zu montieren und bieten einen doppelten Effekt. Sie leuchten den Weg aus und machen den Rollator für andere Verkehrsteilnehmende deutlich erkennbar.

3. Reflektierende Kleidung nutzen

Besonders bei dunklen Jacken sind zusätzliche reflektierende Elemente sinnvoll. Zum Beispiel:

  • Warnwesten
  • reflektierende Mützen
  • Armbänder oder reflektierende Rucksack-Cover

4. Abstand zur Fahrbahn halten

Rollatoren haben eine feste Spurbreite. Schon wenige Zentimeter Abstand können darüber entscheiden, ob ein Fahrzeug vorbeikommt oder der Rollator erfasst wird. Sichere Wege, Bordsteine und Querungshilfen sind daher besonders wichtig.

Demografischer Wandel: Sichtbarkeit wird immer wichtiger

Deutschland wird älter. Die Zahl der Menschen ab 65 Jahren ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Damit nimmt auch die Zahl derjenigen zu, die im Alltag auf Rollatoren angewiesen sind.

Mehr Rollatoren im Straßenverkehr bedeuten. Sichtbarkeit wird zu einem zentralen Sicherheitsfaktor. Jede Gehhilfe sollte so ausgestattet sein, dass sie bei Dämmerung und Dunkelheit rechtzeitig erkannt wird. Reflektoren, Licht und reflektierende Kleidung tragen dazu bei, dass Bewegungsfreiheit nicht auf Kosten der Sicherheit geht.

Besonders gefährdet: Seniorinnen, Senioren und Kinder

Viele ältere Menschen unterschätzen die Wirkung von Dunkelheit oder sind langsamer zu Fuß unterwegs. Dadurch steigt das Risiko, im Straßenverkehr übersehen zu werden.

Auch Kinder, die einen Rollator von Angehörigen schieben oder begleiten, sind gefährdet. Sie sind kleiner und oft schlechter sichtbar. Gerade für diese Gruppen gilt. Sichtbarkeit ist ein aktiver Schutzfaktor.

Warum Sichtbarkeit Leben rettet

Ein Rollator ohne Reflektoren wird im Straßenverkehr häufig erst im letzten Moment erkannt. Die Reaktionszeit reicht dann oft nicht mehr aus, um rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen.

Die gute Nachricht. Mit einfachen Mitteln lässt sich die Sichtbarkeit deutlich erhöhen. Reflektoren, Licht und reflektierende Kleidung sind günstig, schnell nachrüstbar und im Zweifel lebensrettend.

Fazit . Schütz dich. Lieb dich.

Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist kein Detail. Sie entscheidet darüber, ob andere dich rechtzeitig sehen oder dich zu spät wahrnehmen. Rollatoren gehören für viele Menschen zum Alltag. Umso wichtiger ist es, sie in Sachen Verkehrssicherheit genauso ernst zu nehmen wie Fahrräder oder Kinderwagen.

Ein paar Reflektoren, eine Lampe und bewusste, gut sichtbare Kleidung können Leben retten. Vielleicht sogar dein eigenes oder das deiner Liebsten.

Schütz dich. Lieb dich. Mach dich sichtbar.